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DFG-Projekt Vorschrift und Affekt. Die Performanz und diskursive Praxis der Schauspielausbildung am Modell des Charakter-Schauspielers zwischen 1870-1930.

(Laufzeit 2008-2012)

 

Ernst Possart als Franz MoorErnst Possart als Franz Moor Ernst Possart privatErnst Possart privat Ernst Possart als NathanErnst Possart als Nathan

Publikationen

Die Pädagogisierung und Institutionalisierung der Schauspielausbildung 1870-1930. Habilitationsschrift LMU-München 2009.

Der affektive Schauspieler. Die Energetik des Postdramatischen Theaters. Berlin: Theater der Zeit 2011.

"'Worttonsprechen''. Aufklärung und Esoterik in der Theaterreform um 1900." In: Aufklärung und Esoterik - Wege in die Moderne. Hg. v. Monika Neugebauer-Wölk, Renko Geffarth und Markus Meumann. Berlin, Boston 2013.

"Subjekte der Zukunft. Die Schauspielschule und die Rhetorik der Institution." In: Michael Bachmann, Julia Pfahl, Friedemann Kreuder (Hg.): Theater und Subjektkonstitution. Bielefeld: Transcript 2012, 159-172.

"Actors's Training, Rehearsal Practice and Body Politics in Postdramatic Theatre.The Case of René Pollesch's Ping Pong D'Amour (2009)." In: Anja Klöck (Hg.): The Politics of Being on Stage. Hildesheim: Olms 2012, 185-201.

"Schauspielpoetik im Zeichen der technischen Sichtbarmachung der Affekte." In: Kati Röttger, Alexander Jakob: Welt - Bild - Theater II. Tübingen: Francke 2012, 181-192.

"Rhetorik und Wissensdynamik in der Schauspielerausbildung. Ernst Possart, Julius Hey und die Rutz-Sieversche Typenlehre." In: Stefan Hulfeld, Birgit Peter (Hg): Theater/Wissenschaft im 20. Jahrhundert. (= Maske und Kothurn, Bd. 2/3 2009).

"'...dann wurde zu einzelnen Szenen geschritten.' Schauspielausbildung an der Königlichen Musikschule in München ab 1874." In: Petra Stuber (Hg.): Schauspiel und Musik im 19. Jahrhundert. (= Schriftenreihe der HMT Leipzig). Hildesheim: Olms 2009.

"Schauspiel durch Medien. Die verdeckte Funktion der Techne bei Konstantin Stanislawski und Alexander Moissi." In: Stefan Bläske, Kay Kirchmann, Henry Schoenmakers (Hg.): Theater und Medien. Grundlagen, Analysen, Perspektiven. Eine Bestandsaufnahme. Bielefeld: Transcript 2008, 293-302.

Inhalt:

Das Projekt untersucht die Institutionalisierung und Pädagogisierung der Schauspielausbildung im Zeitraum 1870-1930 und das damit verknüpfte Modell des Charakter-Schauspielers. Dabei stehen die Vorschriften zur Affektdarstellung eines Charakters zentral. Ansatz der Überlegung ist es, dass die Vorschriften selbst eine Performanz aufweisen: Sie müssen so formuliert sein, dass sie gleichsam den Schüler zur Tat schreiten lassen, ihn zur Selbstaffektation motivieren. Ziel des Projektes ist es, diese Dynamik der Vorschriften in der Schauspielausbildung auf ihre eigene Performanz hin zu betrachten und damit eine Erweiterung des herkömmlichen Aufführungs- und Notationsbegriffs vorzunehmen.

Zugleich geht es in einem diskursanalytischen Ansatz darum, die Schulengründung zwischen 1870-1930 ins Verhältnis zur Schauspieltheorie und Darstellungstheorie des 18. Jahrhunderts zu setzen. Das Projekt fragt insbesondere nach dem Fortwirken der rhetorischen Actio in den Vorschriften zur Affektdarstellung und erforscht zugleich, welche Wandlungen das Modell des Charakter-Schauspielers erfährt, wenn es um 1900 mit naturwissenschaftlich beeinflussten Emotionslehren und einer medialen Vermittlung in Rezensionen, Fotos und später in Ton und Film überlagert wird. Diese noch nicht erforschte Diskursgeschichte des Trainings und der Erprobung der Affekte wird an bislang marginalisierten Quellen aufgezeigt.

Laufzeit: 2009-2012

Mitarbeiterinnen: M.A. Nora Niethammer (Assistentin) B.A. Lena Normann (wissenschaftliche Hilfskraft), Caroline Braun (wissenschaftliche Hilfskraft).

Alle Informationen zum Download als PDF


Professur für Theaterwissenschaft Prof. Dr.Wolf Dieter Ernst · Impressum